PDF Dateien über Adobe PDF-Drucker im Standard A-1b neu erstellen

Eine Möglichkeit PDF-Dateien zu optimieren besteht darin, diese einfach über den Adobe PDF-Drucker auf einem lokalen Rechner auszudrucken. Beim Adobe PDF-Drucker handelt es sich um einen virtuellen Drucker, der es ermöglicht, PDF-Dateien aus unterschiedlichen Dateiformaten zu erstellen. Einmal installiert, bietet dieser auch die Möglichkeit, PDF-Dateien direkt als PDF /A-1b, also dem von uns vorgegebenen Standard, auszudrucken. Das Dokument wird also noch einmal auf Ihrem Rechner als PDF-Datei erstellt und dabei über ein sogenanntes Postscript optimiert. Sie können den Adobe PDF-Drucker auch über den von Adobe kostenlos zur Verfügung gestellten Acrobat Reader ansprechen und somit ohne Zusatzkosten nutzen.

Es gibt mehrere Möglichkeiten den PDF-Drucker auf einem Computer zu installieren. Zum einen können Sie z.B. die kostenlosen Testversionen nutzen die Adobe für seine Produkte Acrobat Standard und Acrobat Professional anbietet, zum anderen stellt Adobe auch für ältere Acrobat Standard-Versionen, die offiziell nicht mehr im Handel verkauft werden, ganz legal und kostenlos Lizenzen im Internet zur Verfügung. Am Besten suchen Sie im Internet nach der für Sie passenden Möglichkeit.

Haben Sie den Adobe Reader und PDF-Drucker installiert, müssen Sie bezüglich Ihrer Ausgangs- PDF noch folgendes beachten:

  1. Die PDF-Datei darf nicht durch ein Passwort geschützt sein.

  2. Alle Schriften die verwendet werden sollen, müssen in der PDF-Datei vollständig eingebettet sein. Sie können keine Open Type Schriften in der PDF verwenden, anderenfalls wird der Ausdruck nach PDF /A-1b fehlschlagen.

  3. Komplexe Vektorgrafiken wie z.B. Landkarten oder Baupläne können in der PDF nicht optimiert werden. Die Anzahl der einzelnen Grafik-Objekte ist nach dem Druck in diesen Fällen einfach viel zu hoch, so dass später beim Rendern des ePapers oftmals Performance-. Probleme entstehen.

  4. Die PDF-Datei muss richtig als Einzelseiten-PDF angelegt sein. Doppelseiten oder alternative Bilder sowie Beschnittmarken, die lediglich für die Anzeige ausgeblendet wurden, werden nach dem Druck wieder sichtbar.

  5. Alle Seiten der PDF müssen ein einheitliches Format aufweisen. Das kann ein beliebiges Format sein.

Außerdem sollten Sie beachten, das Verlinkungen, die über Verknüpfungsrahmen in der Ausgangs- PDF angelegt wurden, nach dem neuerlichen Druck nicht mehr zur Verfügung stehen. Sind alle Voraussetzungen erfüllt, funktioniert der Rest einfach und ohne weiteren Aufwand. Öffnen Sie Ihr PDF-Dokument mit dem Acrobat Reader.

Klicken Sie zuerst in der Navigationsleiste auf den Menüpunkt Datei und wählen Sie anschließend die Option Drucken aus dem Dropdown-Menü. Dadurch öffnen Sie das Dialog-Fenster für die Drucker-Einstellungen.

Wählen Sie zuerst Adobe PDF als Drucker aus. Öffnen Sie danach die Eigenschaften. Dort können Sie den benötigten PDF-Standard einstellen.

 

Stellen Sie in den Standardeinstellungen den Modus PDF /A-1b:2005 (RGB) ein. Achten Sie darauf, dass Sie nicht versehentlich den CMYK-Modus wählen. Für den Adobe PDF-Ausgabeordner können wir Ihnen die Option Eingabeaufforderung für PDF-Dateiname empfehlen. Direkt vor dem Druck öffnet sich dadurch der Datei-Explorer Ihres Computers und Sie können den Namen der optimierten PDF sowie den Speicherort auswählen. So können Sie leicht die Übersicht behalten, wo die optimierte Datei abgelegt wird. Zusätzlich sollten Sie die restlichen Optionen, die im Bild gelb markiert sind, genau so wie abgebildet einstellen. Dies stellt sicher, dass die in der Ausgangs-PDF eingebetteten Schriften verwendet werden, Sie nicht versehentlich eine bereits existierende Datei überschreiben und Sie das Ergebnis der Optimierung umgehend nach dem Druck kontrollieren können. Sobald Sie die Einstellungen vorgenommen haben bestätigen Sie diese mit OK. Dadurch wird der Eigenschaften-Dialog geschlossen und Sie kehren zum Druck-Dialog zurück.

Jetzt müssen Sie nur noch darauf achten, dass Sie die im Bild grün markierten Optionen einstellen. Dadurch stellen Sie sicher, dass Sie alle Seiten im originalen Format ausdrucken. Durch einen Klick auf Drucken starten Sie den Vorgang und öffnen den Speichern-Dialog für die optimierte Datei.

Nun können Sie frei wählen, wo Sie die Datei speichern möchten, damit Sie diese auf Ihrem Rechner schnell finden. Am Besten vergeben Sie einen leicht abgewandelten Dateinamen, z.B. in dem Sie den Namen um „_opti“ erweitern. So können Sie später die Ausgangs-PDF leicht von der optimierten PDF-Datei unterscheiden.

Den Rest erledigt der PDF-Drucker dann für Sie. Die einzelnen PDF-Seiten werden in die neue Datei geschrieben. Dabei werden Bilder vom CMYK- in den RGB-Farbraum umgewandelt, Transparenzen und Farbverläufe reduziert und mit den Bildern zusammengefasst. Die so optimierten Dateien können in den meisten Fällen ohne Probleme sauber durch unser CMS gerendert werden und Sie haben keine Probleme mehr mit Darstellungsfehlern und Farbverfälschungen im ePaper.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg.

 

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